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kendlerstraße

2016/04/06

mahore architekten gewinnen gemeinsam mit ARCHITEKTURB[R]AUEREI den österreichweit offenen Architekturwettbewerb  zur Wohnbebauung Kendlerstraße in Salzburg. In sechs Baukörpern werden 128 Wohnungen realisiert.

 

AUSZUG AUS DEM JURYPROTOKOLL

Sechs ähnlich dimensionierte Baukörper sind in einem unaufdringlichen Rhythmus am Grundstück platziert. Die Erschließung der Gebäude erfolgt konsequent von der Nordseite, wo ein späterer Ausbau zu einer Gemeindestraße vorgesehen ist. Die Anbindung der Gebäude erfolgt durch trichterförmig sich weitende befestigte Bereiche, die im Gesamten eine klare Differenzierung zwischen befestigten und grünen Freibereichen schaffen. Die Grünräume sind noch weiter in direkt zugeordnete und halböffentliche Bereiche unterschieden, wobei hier noch eine genauere Abstimmung erfolgen soll. Insgesamt überzeugt die luftige Komposition, die den Bestandgebäuden ausreichend Raum lässt und ein Fließen der Außenräume bis in den Grünlandbereich ermöglicht. Von der Kendlerstraße wird nur eine Zufahrt möglich sein. Die Gestaltung eines Vorbereichs vor den öffentlichen Funktionen wird als angenehm empfunden.

Die Erschließung der Baukörper erfolgt über zentral gelegene, gut dimensionierte und räumlich interessante Treppenhausräume. Besonders qualitätsvoll wird der überdachte Eingangsbereich mit unmittelbar angegliederten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bewertet. Die Wohnungsgrundrisse sind klar strukturiert und ergeben trotz der schrägen Außenwände Räume mit gutem Zuschnitt. Die loggiaartigen Freibereiche sind gut dimensioniert und richtig ausgerichtet.

Gestalterisch zeigt sich ein modernes Konzept, das mit einfachen Mitteln bei der Fassadengestaltung das Auslangen findet. Insgesamt weist das Projekt mit einem einfachen Konzept eine hohe Qualität der Innen und Außenräume nach, die den Anforderungen an einen zeitgemäßen Wohnbau gerecht wird.

 

 

 LAGEPLAN

 

FORMFINDUNG & STÄDTEBAU

– 6 versetzte solitäre konische Baukörper nehmen auf die feingliedrige Körnung der Bestandsumgebung Bezug und fügen sich in Ihrer Maßstäblichkeit sowie  deren Ausformulierung in selbstverständlicher Art und Weise in den städtebaulichen Kontext ein
– Bedachte Ausrichtung , Staffelung und Verzahnung mit bewusst gesetzten Sichtachsen und Blickerschließungen
– Offener, lockerer Charakter vermeidet Sperrwirkungen und suggeriert Durchlässigkeit

 

 STÄDTEBAULICHE VERZAHNUNG                                 ORIENTIERUNG                                   FREIRÄUME – ANBINDUNG – WEGE
SICHTBEZIEHUNGEN – GRÜNGÜRTEL

– Schlüssiges Erweiterungskonzept mit differenzierter Höhen-und Größenentwicklung und harmonischer städtebaulicher Einbindung samt Überleitung  in die bestehende Einfamilienhausstruktur
– Kompakte Baukörperform mit einheitlicher thermischer Hülle ohne Vorsprünge; ansteigende Attika als Variante möglich, um Haustechnik-und PV-Anlagen zu verdecken
– Keine reinen Nord-und Ostwohnungen; fast alle Einheiten sind zudem in 2 Richtungen orientiert
 

 

 

 

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