WB schafbergbahn

2019/11/28

[PROJEKTDATEN]

projektphase: offener realisierungswettbewerb
projekttyp: neubau der talstation schafbergbahn
auftraggeber: salzkammergutbahn gmbh
standort: st. wolfgang
architektur:
tim fahrner, philipp wisiol, christoph siegele, andreas hörl, robert reichkendler
modellbau:
die modellbauer

 

 

EINFÜGUNG IN DEN ÖRTLICHEN UND LANDSCHAFTLICHEN KONTEXT

Die neue Talstation der Schafbergbahn wird als 2 geschossiger Baukörper mit Dachgeschoss konzipiert. Somit wird auf die umliegenden Bestandsbaukörper in der Höhenentwicklung Rücksicht genommen. Der Baukörper versteht sich als modernes Landmark mit Weiterführung der Geländeentwicklung in eine dreiimensionale künstliche Landschaft mit Sitzstufen und Rampen.Langfristig sollte diese Gestaltung auch über die Robert-Stolz-Straße als Begegnungszone fortgeführt werden um die Schiffanlegestelle in das Landschaftskonzept miteinzubeziehen.

 

ENTWURFSGEDANKEN

Der Besuch als Erlebnis prägt die Gestaltung der Schafbergbahn maßgebend. Die Halle wird als transparenter Baukörper in Verlängerung der Bahngleise konzipiert, dadurch haben die Besucher sofort einen Überblick/Einblick in die gesamte Bahnanlage. Westlich angrenzend werden kompakt die Nebenfunktionen organisiert. Somit gelangt der Besucher in die Halle – in den ersten Ausstellungsbereich – welcher seitlich von Nebenbereiche wie Kassa, etc. flankiert wird. Der Blick bleibt jedoch in Gehrichtung auf die Gleise gerichtet. In weiterer Folge können die Bahngleise auf direktem Weg betreten werden und die Zugfahrt beginnt.

Nach der Rückkehr werden die Besucher wieder durch das Gebäude geführt und gelangen über die östlich angeordnete Ausstellungsrampe auf den oberen Ausstellungs- bzw. Galeriebereich. Dabei sind Bahngleise und Ausstellungshalle ständig im Blick. Auf der Galerie kann noch einmal Rückblick auf das Erlebnis, die neu ankommenden Besucher und die Ausstellung geworfen werden. Abschließend gelangen die Besucher in das Restaurant mit Dachterrasse oder können direkt über den Shop im Erdgeschoss ins Freie.

 

Gestalterisch wird als Leitmotiv das Wechselspiel von geneigten Ebenen ähnlich der Antriebslokomotiven in das Gebäude übertragen. Wie eine Karosserie umrahmt eine perforierte, transluzente Metallfassade das Gebäude und bringt Dynamik und Bewegung zum Ausdruck. Gleichzeitig funktioniert die Karosserie als Sonnenschutzelement, Wartungsfassade sowie Lichtlenkung in der Halle und dem Restaurant.

 

  • Die Funktionsbereiche Catering und Übernachtungszimmer werden an der Westseite positioniert. An dieser Gebäudeseite befindet sich auch ein überdachter Vorplatz mit Nebeneingang für Mitarbeiter und Personal. So entstehen kurze Wege für die Anlieferung der Cateringbereiche bzw. Küche/Restaurant.
  • Das Restaurant mit tlw. überdachter Panoramaterrasse befindet sich im 1.OG neben dem Galeriebereich und bietet einen einzigartigen Ausblick auf den Wolfgangsee. Die Küche kann über den Lift direkt beliefert werden
  • Die Büros sind im Dachgeschoss situiert und werden als Kombibüro konzipiert. Südlich und nördlich können Terrassen bzw. Balkone angeboten werden.

 


MATERIAL-, KONSTRUKTIONS- UND FARBKONZEPT

  • Funktionell, konstruktiv und energietechnisch wird die neue Talstation in 2 Bereiche gegliedert. Die Halle samt Ausstellungsbereich einerseits sowie die Supportbereiche (Catering, Restaurant, Büros, etc.). Die Halle wird als Fortsetzung der Bahn verstanden und die Tragstruktur als Stahlkonstruktion konzipiert. Die Supportbereiche werden in Stahlbetonbauweise errichtet. Um das Oberflächen-Volums Verhältnis zu verbessern wird vorgeschlagen die Trennwand Halle zu Supportbereich als Klimahülle auszubilden und die Temperierung der Halle zu reduzieren.
  • Materialien sollen identitätsstiftend eingesetzt werden- Stahl bleibt Stahl – Beton bleibt Beton. Materialien wie Holz kommen bei haptischen Elementen wie Sitzmöbel, Türen, etc. zum Einsatz. Die Karosserie als Streckmetall in rötlichen Kuper- bzw. rötlichen Bronzetönen wird die Neuinterpretation des historischen „Schafbergbahnrots“ und Element der CI.

 

MODELLFOTOS

 

 

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