WB SZ schwarzach

2019/12/05

[PROJEKTDATEN]

projektphase: realisierungswettbewerb im oberschwellenbereich
projekttyp: neubau seniorenpflegeheim
auftraggeber: marktgemeinde schwarzach im pongau
standort: schwarzach im pongau
architektur:
tim fahrner, philipp wisiol, christoph siegele, andreas hörl, robert reichkendler
modellbau:
mahore / michael schwaiger

 

ORTSPLANUNG_ARCHITEKTUR

Das Pflegeheim erstreckt sich entlang der Hangkante von Nordosten nach Südwesten und verbindet in den Obergeschoßen je 2 Wohngruppen zu einem kompakten Baukörper. Die 5. Wohngruppe ergänzt den Baukörper und gewährleistet ein schlüssiges Volumen in der finalen Ausbauphase. Durch die zurückgesetzte Nord-Westfassade wird vor allem der Abstand zum Bestandsgebäude [Betreubares Wohnen 2] entlang der Schulstraße erhöht und ermöglicht allen Zimmern einen großzügigen Ausblick.

Durch die Positionierung des Baukörpers werden differenzierte Außenräume mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen: Im vorgelagerten Zugangsbereich zum Pflegeheim entsteht ein neuer öffentlicher Dorfplatz, welcher einladend in die Erdgeschosszone übergeht. Der Seniorenclub, Mittagstisch und Andacht werden auf dem darunterliegenden Geschoß positioniert, um eine direkte Anbindung an die Gartenanlagen zu ermöglichen. Diese multifunktionale Raumabfolge bietet ein hohes Maß an Flexibilität für unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten. Eine räumliche Verbindung durch eine großzügige Verbindungsstiege des Eingangsniveaus mit dem Seniorenclub sorgt für eine einladende Atmosphäre beim Betreten des Pflegeheimes.

Die Nutzung der gesamten Gartenanlage inkl. Demenzgarten erfolgt in optimaler Übersicht des Personals. Die Gartenfläche wird in Ihrer Größe optimiert sowie die Anlieferungszone im westlichen Grundstücksteil auf die Minimalfläche reduziert. Sowohl Garten, sonnengeschützte Terrassen und der „Dorfplatz“ bilden individuelle Treffpunkte für Bewohner und Besucher in den warmen Sommermonaten. Der Blick zur Salzach begleitet die Innen- und Außenräume entlang des Pflegeheimes und stellt einen fließenden Übergang zwischen Wohnraum und Landschaft dar.

 

MATERIALKONZEPT

Holz, Glas und Sichtbeton werden in klarer Komposition verwendet. Durch die Bauweise definiert, kommt in der Ebene des Gartenniveaus und im Zugangsbereich vorrangig Sichtbeton zum Einsatz. Dies entspricht ebenfalls dem öffentlichen Charakter dieser Zonen. In den Aufenthaltsräumen der Wohngruppen, [„Wohnzimmern“] kommen zur Unterstützung der angenehmen Atmosphäre warme Materialien zum Einsatz [Holzdielen, Naturstein, etc.]

ENERGIETECHNISCHES KONZEPT

Die Konstruktion ist als Hybrid (Stahlbetonmassivbauweise mit Flachdecken, Holzbauweise) vorgesehen. Damit sind die Vorteile der Massivbauweise: Schallschutz und Brandschutz, mit der Holzfertigteilbauweise: schnelle Bauzeit und hohe Wärmedämmung und Raumklima optimal miteinander verbunden.

Die massiven Bauteile werden als Speichermassen zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung durch weitgehenden Verzicht auf abgehängte Decken aktiviert. Die Materialien in Zusammenhang mit den kompakten Baukörpern ermöglichen eine ökologische Effizienz in der Bauweise.

Bei entsprechender Ausbildung der Sonnenschutzanlage und der Dachverglasung des Lichthofs kann im Winter die maximale solare Energie aufgenommen werden. Im Sommer schützt der außenliegende Sonnenschutz. Das Ergebnis ist dabei ein Gebäude, welches Passivhausstandard erreichen kann. Somit wird eine Optimierung der Kosten sowohl in der Herstellung als auch im Betrieb erzielt.

Haustechnik. Die Gebäude werden mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung [Wirkungsgrad >80%] ausgestattet. Im Winter wird die Luft durch die Erdwärme vorgewärmt.

 

MODELLFOTOS

 

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